Stellungnahme der WBD (Wirtschaftsbetriebe Duisburg) zum Leserbrief von M. Schweres

Geschrieben von Rainer Schütten am in Vor Ort

Zu den Ausführungen, in dem Leserbrief von Prof. Schweres wird wie folgt Stellung genommen:

Die Aussage von Herrn Schweres, dass Robinien hervorragende Straßenbäume sind, ist nicht qualifiziert und kann aus fachlichen Gründen nicht nachvollzogen werden.

Zu Robinien im Allgemeinen:

  • Robinien sind Pioniergehölze, die auf nährstoffarmen Böden gut gedeihen.
  • Auf nährstoffreichen Böden, die im Ruhrgebiet und in Duisburg vorzufinden sind, steht die Kronenbildung im Missverhältnis zur Wurzelbildung. Das bedeutet, dass gut entwickelte Kronen durch ein sehr schwaches Wurzelwerk gehalten werden müssen.
  • Dies führt dazu, dass Robinien, an nicht zusagenden Standorten, eher windbruchanfällig und umsturzgefährdend sind.
  • Robinen sollten deswegen, egal in welcher Art oder Sorte nur an geeigneten Standorten als Straßenbäume gepflanzt werden.
  • Der Herausgeber des BDB Handbuches ist der Bund Deutscher Baumschulen, der als Standesorganisation der Baumschulen fungiert und in den Handbüchern verkaufsförderndere Ratschläge erteilt. Die Besonderheiten der einzelnen Pflanzstandorte werden dabei nicht berücksichtigt.
  • In der Straßenbaumliste der GALK (Gartenamtsleiterkonferenz) werden Robinien nur als bedingt geeignete Straßenbäume beschrieben, mit den oben benannten Einschränkungen und dem Hinweis auf frühzeitige Alterung.

Zu den Kugelrobinien im Speziellen:

  • Die Kugelrobinie (Robinia pseudoacacia „Umbraculifera“) wird mit einem Kronensatz von 1,80 m bis 2 m Höhe herangezogen und in diesen Größen gepflanzt.
  • Das heißt, dass der Baum ab 1,8 – 2 m Höhe Seitenäste entwickelt, die in die Breite wachsen.
  • Ein Aufasten dieser Baumart, wie bei anderen Hochstämmen ist nicht möglich.
  • Die Bäume ragen somit in das Lichtraumprofil der Straße.

Zur Situation in der Kaiserstraße:

  • Die Kaiserstraße ist für Liefer- und Linienbusverkehr freigegeben, deswegen muss zur Verkehrssicherheit ein Lichtraumprofil von 4,5 m garantiert werden.
  • Da die Kugelrobinien in der Kaiserstraße auch gegenständig gepflanzt wurden, konnte das Lichtraumprofil nur durch regelmäßiges Kappen der Bäume bzw. durch radikale Rückschnitte erreicht werden.
  • Durch diese starken Schnittmaßnahmen, mit großen Stammwunden, wurden an den Bäumen große Eintrittsöffnungen für Schadpilze und Bakterien erzeugt.
  • Bäume verfügen im Gegensatz zu Menschen und Tieren nicht über Selbstheilungskräfte.
  • Das bedeutet, dass die Kugelrobinien durch die häufigen Schnittmaßnahmen stark geschädigt und abgängig waren.
  • Der Zustand der Bäume ist bei den WBD durchaus dokumentiert. 

Die Aussage zu den Sparmaßnahmen ist eine Böswilligkeit, die von der Realität widerlegt wird. Der Umbau der Kaiserstraße mit der Anlage der neuen Baumstandorte und die Pflanzung standortgerechter Bäume wird mehrere hunderttausend Euro kosten. Bei einer Fixierung auf Sparmaßnahmen würde dieser Aufwand sicherlich vermieden.

Uwe Linsen
Vorstand
Schifferstraße 190
47059 Duisburg

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